Wellnessgenuss mit grünem Tee

Der grüne Tee ist in aller Munde – werden ihm doch wahrhaftig allerlei gesundheitsförderliche Wirkungen zugesagt: Vorbeugung von Osteoporose oder Minderung von Krebsrisiken stehen ganz oben auf der Liste der Wunderkraft einer Tasse grünem Tee. Bleibt jedoch die Frage: was ist an den Gerüchten dran und wie wirkt grüner Tee nun wirklich?

Die Geschichte des grünen Tees

Der chinesische Kaiser Shen Nung trank seinerzeit am liebsten heißes Wasser. Der Legende nach blies eines Tages der Wind einige Blätter in seine Tasse, welche das siedendwarme Getränk grünlich färbte – so entstand der erste grüne Tee. Nach einer Kostprobe beschloss Shen Nung, dass es dieses Getränk fortan immer bei Hofe geben sollte. Diese Geschichte ist nun um die 5000 Jahre alt und wird noch heute in Asien erzählt.
Ähnlich wie der schwarze Tee wird der grüne Tee aus der Pflanze Camellia sinensis gewonnen. Die Blätter werden hingegen nicht fermentiert – durchlaufen demnach also keinen Gärungsprozess, bei dem sich die Blätter und der Zellsaft verändern – so dass er seine natürliche Struktur erhält. Die Blätter des grünen Tees werden lediglich leicht gerollt und anschließend sofort getrocknet, damit der natürliche Blattfarbstoff erhalten bleibt.

Wie bereite ich guten grünen Tee zu?

Um das Aroma vollends zu genießen sollte man beim Kauf von grünem Tee unbedingt auf eine stets frische Zubereitung und luftdicht verschlossene Verpackung achten. Diese Maßgabe ist wichtig, da durch den Sauerstoff die Aromen des Tees recht schnell verloren gehen. Demzufolge lagert man den Tee ähnlich wie Kaffee und Gewürze gut verschlossen an einem kühlen, dunklen Ort.
Ein guter Tee wird am besten in einer Porzellan- oder Glaskanne zubereitet, welche kurz vorher mit kaltem Wasser ausgespült worden ist. Die Teeblätter dürfen nicht mit kochendem Wasser übergossen werden, da sonst die Gerbstoffe und sämtliche Vitamine zerstört werden. Um dies zu verhindern ist das Aufbrühen mit einer Wassertemperatur von ca. 70-80°C ideal. Der Tee sollte nun je nach Qualität und Sorte zwischen 2 bis 4 Minuten ziehen: einige Menschen bevorzugen eher den zweiten Aufguss, da dieser weniger Koffein enthält und demnach auch milder im Geschmack ist.

Die Wirkung des grünen Tees

Verschiedene Wissenschaftler und Studien haben ergeben: grüner Tee ist äußerst gesund. Die Gerbstoffe beruhigen den Magen-Darm-Trakt, durch den antibakteriellen Effekt wird sogar Karies verhindert und der Blutdruck gesenkt. Neben den Vitaminen A, B, B12, C und diversen Mineralien enthält der grüne Tee auch Kalium, Kalzium, Fluorid und einige wichtige Flavonoide, welche positiv auf die Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper wirken. Durch diese Wirkstoffe können Krebsrisiken gemindert und die Gefahr an Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken gesenkt werden.
Doch dies ist noch lang nicht alles: Forscher aus Taiwan fanden jüngst heraus, dass der hohe Fluoridgehalt im grünen Tee nicht nur gut für die Zähne ist, sondern auch die Knochendichte beeinflusst, so dass somit ebenso Osteoporose verhindert werden kann.
Dennoch sind diese Vorteile des grünen Tees nicht nur mit einer Tasse täglich getan: um die bestimmten Wirkungen des grünen Tees nutzen zu können ist der Konsum und auch andere individuelle Faktoren wichtig.

Jedoch sollte niemals der Genuss des Tees vernachlässigt werden – den guten Eigenschaften stehen natürlich auch der Effekt der Erholung und Entspannung im Vordergrund. Um Wellness zu verspüren darf die eine oder andere Tasse Tee mit guter Musik oder einem guten Buch genossen werden.

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